Forum Justizgeschichte e.V.

Vereinigung zur Erforschung und Darstellung der deutschen Rechts- und Justizgeschichte des 20. Jahrhunderts

Forum Justizgeschichte e.V.

Newsletter 01/2014


 

Die neue Ausgabe des Newsletters des Forum Justizgeschichte e.V. ist im Januar 2014 erschienen.

 

Die Ausgabe 01/2014 ist hier zugänglich. 

 

Der im Newsletter genannte Artikel von K. Groenewold ist hier einsehbar.

 

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Richard-Schmid-Preis des Forum Justizgeschichte e.V.


 

Richard-Schmid-Preis 2014 ausgeschrieben

 


Der vom Forum Justizgeschichte ausgelobte und mit 3.000 Euro dotierte Richard-Schmid-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Juristischen Zeitgeschichte soll 2014 zum zweiten Mal vergeben werden. Die erstmalige Verleihung ist 2012 erfolgt.

 

Der Preis ist nach dem früheren Stuttgarter Generalstaatsanwalt und Präsidenten des Oberlandesgerichts Richard Schmid (1899 bis 1986) benannt. 

 

Prämiert werden schriftliche wissenschaftliche oder journalistische Beiträge zur Entwicklung des deutschen Rechts, die seit dem 1. Juli 2012 veröffentlicht worden sind oder noch bis spätestens 31. Mai 2014 veröffentlicht werden.

 

Die Jury besteht aus

· der Historikerin Dr. Annette Weinke / Universität Jena,

· dem Mainzer Rechtsanwalt und Vorsitzenden des Forums Anwaltsgeschichte, Dr. Tillmann Krach,

· dem Vorsitzenden des Forums Justizgeschichte, Priv.Doz. Dr. Thomas Henne / Universität Frankfurt und

· dem Präsidenten des Landgerichts i.R. Hans Ernst Böttcher / Lübeck.

 

 Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier.

 

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15. Tagung des Forum Justizgeschichte e.V.


 

Forschungen zur NS-Justiz nach 1945 - Eine Zwischenbilanz

 

Die 15. Tagung des Forum Justizgeschichte e.V. fand vom 25. – 27. Oktober 2013 in Wustrau/Ruppiner See in der Deutschen Richterakademie statt.

 

80 Jahre nachdem Hitler Reichskanzler wurde, ist der Nationalsozialismus längst nicht zu Ende erforscht. Im justizgeschichtlichen Bereich hat seit den achtziger Jahren ein fundamentaler Perspektivenwechsel stattgefunden, der von der – oftmals apologetisch eingefärbten und verengenden – Binnensicht der Justiz auf eine breitere und kritische Forschung hinlief, die auch die Opfer der Justiz und Alltagsfragen mit einbezog.

Mittlerweile wurden die durch interdisziplinäre und internationale Perspektiven angereicherten Forschungsansätze in die vermeintliche Erfolgsgeschichte der „Berliner Republik“ inkorporiert. Dabei gibt es eine Reihe von Fragen, die bis in die letzten Jahre des NS-Regimes zurückreichen. Welche Impulse setzten die in die USA emigrierten Juristen bei der theoretischen Erfassung der Rolle der NS-Justiz? Inwieweit waren historische und strafrechtliche Aufarbeitung Instrumente und Schauplätze der Blockkonfrontation? Liefert die Forschung zu Justizkarrieren vor und nach 1945 Erkenntnisse jenseits einer allgemein gehaltenen Kontinuitätsthese? Was sind die Zusammenhänge zwischen den großen geschichtspolitischen Debatten seit Kriegsende und den Konjunkturschwankungen der justizgeschichtlichen Forschung?

Auf dieser Tagung sollen auch scheinbar überholte Ansätze erneut auf ihren Ertrag für aktuelle Auseinandersetzungen hin überprüft werden. Trotz der erheblichen Ausweitung der Forschung zur NS-Justiz in den letzten Jahrzehnten, sind schließlich große Archivbestände nach wie vor weitgehend unerforscht. Wie kann eine Zusammenarbeit von Forschung und Archiven bei der Nutzbarmachung dieser Quellen aussehen?

Das Programm der Tagung ist hier zugänglich.

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