Forum Justizgeschichte e.V.

Vereinigung zur Erforschung und Darstellung der deutschen Rechts- und Justizgeschichte des 20. Jahrhunderts

Richard-Schmid-Preis

Richard-Schmid-Preis des Forum Justizgeschichte e.V.


 

Der vom Forum Justizgeschichte ausgelobte und mit 3.000 Euro dotierte Richard-Schmid-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Juristischen Zeitgeschichte wird 2016 zum dritten Mal vergeben werden. Die erstmalige Verleihung ist 2012 erfolgt.

 

Der Preis ist nach dem früheren Stuttgarter Generalstaatsanwalt und Präsidenten des Oberlandesgerichts Richard Schmid (1899 bis 1986) benannt. Schmid war seit den zwanziger Jahren Anwalt in Stuttgart und hat nach 1933 politisch Verfolgte der verbotenen SAP (Sozialistische Arbeiterpartei) verteidigt; in der SAP war u.a. Willy Brandt Mitglied. Später stand Schmid selbst als Angeklagter vor dem „Volksgerichtshof“, von 1938 bis 1941 hat er Haft im Untersuchungsgefängnis, Konzentrationslager und Zuchthaus verbüßt. Bis zur Befreiung 1945 mußte Schmid als Zwangsarbeiter in der Landwirtschaft arbeiten. Schon in der Zeit seiner hohen Justizämter und noch verstärkt danach war er ständig schriftstellerisch und journalistisch tätig und wohl der bedeutendste bundesdeutsche Justizschriftsteller der Nachkriegszeit.

 

Prämiert wurden schriftliche wissenschaftliche oder journalistische Beiträge zur Entwicklung des deutschen Rechts im 20. und 21. Jahrhundert, die seit dem 1. Juli 2014 veröffentlicht wurden und/oder bis spätestens 31. Mai 2016 veröffentlicht werden.

 

Die Jury besteht aus

· Privatdozentin Dr. Annette Weinke, Historikerin/ Universität Jena,

· Dr. Tillmann Krach, Rechtsanwalt und Vorsitzenden des Forums Anwaltsgeschichte, 

· Priv.Doz. Dr. Thomas Henne / Universität Luzern und

· Prof. Dr. Dr. Ingo Müller, Hochschullehre i.R./ Berlin.

 

Vorschläge/Bewerbungen erfolgen idealerweise durch Übersendung der vorgeschlagenen Arbeit in fünf Exemplaren. Dabei soll möglichst auch angegeben werden, wie die Autorin/der Autor zu erreichen ist und ob sie oder er von dem Vorschlag unterrichtet ist. Autorinnen und Autoren können sich (in der beschriebenen Weise) auch selbst bewerben. Die nächstmalige Verleihung findet 2016 statt.

 

Die Jury ist zu erreichen über die Geschäftsführung des Forums Justizgeschichte (info@forum-justizgeschichte.de).

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