Versuch in Gerechtigkeit
Versuch in Gerechtigkeit
Welche Juristen braucht die Demokratie?
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung
in Zusammenarbeit
mit dem Forum Justizgeschichte e.V.
am 1. und 2. Juni 2006
im Konferenzsaal der Friedrich-Ebert-Stiftung,
Hiroshimastraße 17 in 10785 Berlin-Tiergarten
Einladung zur Tagung
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Geschichte lehrt uns: der demokratische Staat braucht demokratisch denkende Juristen. Sie müssen seine Entwicklungen reflektieren können, mit den politischen Funktionen des Rechts vertraut sein und Lebensnähe mit kritischem Denken verbinden. In ihrer Ausbildung müssen die Juristinnen und Juristen von morgen neben dem Erlernen des juristischen Handwerkszeugs auch mit den gesellschaftlichen und politischen Aspekten des Rechts vertraut gemacht werden und lernen, den demokratischen Staat mit rechtlichen Mitteln zu verteidigen.
Nach den Bekenntnissen und Vorgaben der einschlägigen Gesetze ist die Ausbildung der deutschen Juristen gerichtet auf den „aufgeklärt handelnden Juristen“ mit rechts- und sozialwissenschaftlich fundiertem Durchblick.
Doch woher kommen die Klagen, in der heutigen Juristenausbildung würden die Möglichkeiten zur kritischen Reflexion und der Gesellschaftsbezug durch einen rein rechtstechnokratischen Unterricht verdrängt? Bemängelt wird unter anderem, dass die angehenden Juristen zu wenig über die Gefahr des Missbrauchs des juristischen Instrumentariums zum Schaden der Demokratie, etwa am Beispiel der Rechtsgeschichte, erfahren würden. Gibt es unter den Bedingungen des universitären Massenbetriebs und der zunehmenden Ökonomisierung der Universitäten Möglichkeiten der Reform, die den damit verbundenen Gefahren für den demokratischen Rechtsstaat wirkungsvoll begegnet? Oder gilt der selbständig denkende Jurist gar aus hierarchischer Sicht als Störenfried?
Diese Fragen wird die Konferenz „Versuch in Gerechtigkeit. Welche Juristen braucht die Demokratie“ kritisch und konstruktiv debattieren und versuchen, Wege der Erneuerung aufzuzeigen. Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zu diskutieren und würden uns freuen,
Sie begrüßen zu dürfen.
Forum Berlin
Friedrich-Ebert-Stiftung
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