Verleihung des Richard-Schmid-Preises

„Richard-Schmid-Preis“ 2018:

Bekanntgabe des künftigen Preisträgers

Auch in diesem Jahr wird das Forum Justizgeschichte e.V. wieder den „Richard-Schmid-Preis“ für herausragende Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Juristischen Zeitgeschichte verleihen. Der Preis ist mit 3000,00 € dotiert und nach dem früheren Stuttgarter Generalstaatsanwalt und Präsidenten des Oberlandesgerichts Dr. jur. Richard Schmid (1899-1986) benannt. Zur Auswahl stand eine Longlist von insgesamt zehn Titeln (siehe www.forumjustizgeschichte.de) zu verschiedenen Themenfeldern der neuesten Rechtsgeschichte und Juristischen Zeitgeschichte.

Die Jury, bestehend aus Priv.-Doz. Dr. Annette Weinke (Vorsitzende, Universität Jena), Dr. Claudia Fröhlich (Berlin/Hannover), Rechtsanwalt Dr. Tillmann Krach (Forum Anwaltsgeschichte, Mainz) und Prof. Dr. Ingo Müller (Berlin), hat in den vergangenen Monaten eine Shortlist aus drei Titeln gebildet, die sich nach ihrer Auffassung durch einen innovativen Ansatz, durch ungewöhnliche Perspektiven oder die erstmalige quellenmäßige Erschließung eines Themas auszeichnen. Dazu zählen die folgenden Publikationen:[1]

Josef Foschepoth, Verfassungswidrig! Das KPD-Verbot im Kalten Bürgerkrieg, Göttingen 2017: Vandenhoeck & Ruprecht 2017,

Christoph Schneider: Diener des Rechts und der Vernichtung. Das Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von 1941 oder: Die Justiz gegen Fritz
Bauer, Frankfurt a.M.: Campus 2017,

Anja Schröter, Ostdeutsche Ehen vor Gericht. Scheidungspraxis im Umbruch 1980-2000, Berlin: Christoph Links 2018.

Nach Abschluss des Auswahlprozesses freue ich mich, heute im Namen der gesamten Jury bekanntgeben zu können, dass wir uns für

Prof. Dr. Josef Foschepoth

als künftigen Preisträger des Jahres 2018 entschieden haben.

Darüber hinaus hat die Jury beschlossen, die bevorstehende Preisverleihung zum Anlass zunehmen, um die Verantwortlichen der SZ-Magazinausgaben zum Münchner NSU-Prozess (Sechs Hefte: 2013-2018) durch eine würdigende Hervorhebung zu ehren. Als rein dokumentarisches Werk konnten diese bei der Auswahl keine Berücksichtigung finden. Die Aufarbeitung und publizistische Begleitung des NSU-Prozesses betrachten wir jedoch als ein Vorhaben, das unverzichtbare Grundlagen für eine künftige kritische Betrachtung bundesdeutscher Justizgeschichte legt.

Die Preisverleihung wird am 15. September 2018 im Rahmen einer Forumsveranstaltung in der Villa ten Hompel in Münster stattfinden.

PD Dr. Annette Weinke

[1] In alphabetischer Reihenfolge