Richard-Schmid-Preis 2026

Der vom Forum Justizgeschichte e.V. ausgelobte und mit 3.000 Euro dotierte Richard-Schmid-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Juristischen Zeitgeschichte wurde bisher 2012, 2014, 2016, 2018, 2022 und 2024 vergeben.

Prämiert werden schriftliche wissenschaftliche oder journalistische Beiträge zur Entwicklung der juristischen Zeitgeschichte im 20. Jahrhundert.

Der Preis ist nach dem früheren Stuttgarter Generalstaatsanwalt und Präsidenten des Oberlandesgerichts Richard Schmid (1899-1986) benannt. Schmid war seit den zwanziger Jahren Anwalt in Stuttgart und verteidigte nach 1933 politisch Verfolgte der verbotenen Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP), der auch Willy Brandt angehörte. Später stand Schmid selbst als Angeklagter vor dem „Volksgerichtshof“. Von 1938 bis 1941 war er Untersuchungshäftling, sowie Häftling in Konzentrationslager und Zuchthaus. Bis zur Befreiung 1945 musste Schmid als Zwangsarbeiter in der Landwirtschaft arbeiten. Schon in der Zeit seiner hohen Justizämter und noch verstärkt danach war er ständig schriftstellerisch und journalistisch tätig und wohl der bedeutendste bundesdeutsche Justizschriftsteller der Nachkriegszeit. mehr zu Richard Schmid

Der Jury gehören an: Dr. Sebastian Felz (Rheinbach), Dr. Claudia Fröhlich (Berlin), Dr. John Philipp Thurn (Berlin) und Prof. Dr. Annette Weinke (Jena).

2026 wurde der Richard-Schmid-PReis am 19. September 2026 im Rahmen der 28. Jahrestagung „Aktuelle Perspektiven auf die deutsche Justizgeschichte des 20. Jahrhunderts“ in der Richterakademie in Wustrau an

PD Dr. Hannah Catherine Davies

für ihre Habilitationsschrift „Rechtsstaat und Patriarchat: eine Geschichte sexueller Gewalt in der Bundesrepublik, 1973-1997“ verliehen.

Prof. Dr. Annette Weinke hielt die Laudatio.