11. Juli 2022

Nominierungen für den Richard-Schmid-Preis 2022

In diesem Jahr wird das Forum Justizgeschichte e.V. wieder den „Richard-Schmid-Preis“ für herausragende Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Juristischen Zeitgeschichte verleihen. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und nach dem früheren Stuttgarter Generalstaatsanwalt und Präsidenten des Oberlandesgerichts Dr. jur. Richard Schmid (1899-1986) benannt. Die Jury, bestehend aus Dr. Sebastian Felz (Rheinbach), Dr. Claudia Fröhlich (Berlin), Dr. John Philipp Thurn (Berlin) und Prof. Dr. Annette Weinke (Jena), hat von den 2019 bis 2021 erschienenen Publikationen folgende vier Werke nominiert (alphabetische Reihenfolge): Marike Hansen, Erna Scheffler (1893 – 1983), Mohr Siebeck 2019, Annelie Ramsbrock, Geschlossene Gesellschaft. Das Gefängnis als Sozialversuch –...
Weiterlesen
21. April 2022

Kritische Justiz 55 (2022)

Im aktuellen Heft der Kritischen Justiz finden sich zahlreiche Beiträge aus dem Kontext des Forum Justizgeschichte: Rainer Litten, Müller, Christian Kramer, Gerd Hankel, Uwe Boysen, Hans-Ernst Böttcher, Helmut Kramer zum 90. Geburtstag – zugleich ein Spotlight vom Kolloquium zu seinen Ehren vom 19. bis 21. November 2021 in Braunschweig, S. 3-13, Georg D. Falk, Willige Vollstrecker? Zur Bewertung richterlicher Entscheidungstätigkeit in der NS-Zeit im Rahmen eines Forschungsprojekts über die zivilrechtliche Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main zwischen 1933 und 1945, S. 66-79, Sarah Schulz, Feuer mit Feuer bekämpfen? Konjunkturen des Staatsschutze, S. 80-99, Boris Burghardt, John Philipp Thurn, Juristische Zeitgeschichte...
Weiterlesen
21. März 2022

Spendenaufruf für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine

Unter den Millionen Menschen, die derzeit unter den verheerenden Folgen des Krieges in der Ukraine leiden, befinden sich auch ca. 42.000 Überlebende von NS-Verfolgung. Auf Initiative des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI haben rund 30 Gedenkstätten, Museen sowie verschiedene Initiativen und Vereine aus der ganzen Bundesrepublik sich dazu entschlossen, ein Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine aufzubauen, um schnell und unbürokratisch den hochbetagten Opfern der NS-Ausbeutungs- und Vernichtungspolitik und ihren Familien zu helfen. Das Spendenkonto und weitere Informationen finden sich auf https://hilfsnetzwerk-nsverfolgte.de/
Weiterlesen
12. März 2022

„VERRÄTER“ ODER „HELDEN“? FRITZ BAUER UND DER „PROZESS UM DEN 20. JULI 1944“. Sonderausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Die von Claudia Fröhlich zum Remer-Prozess kuratierte Sonderausstellung ist vom 14. März 2022 bis zum 5. Juli 2022 in der 1. Etage, Sonderausstellungsbereich der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zu sehen. Otto Ernst Remer ist als Kommandeur des Wachbataillons „Großdeutschland“ am Abend des 20. Juli 1944 an der Gegenaktion im Bendlerblock beteiligt. 1949 gehört er zu den Mitbegründern der rechtsextremen „Sozialistischen Reichspartei“. Im Frühjahr 1951 diffamiert auch Remer die Widerstandskämpfer als „Landesverräter“. Der Braunschweiger Generalstaatsanwalt Fritz Bauer klagt ihn wegen „übler Nachrede“ und „Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener“ an und initiiert einen „Prozess um den 20. Juli“. Die Widerstandskämpfer sollen vom Stigma des...
Weiterlesen