18. August 2026

Das Forum Justizgeschichte trauert um sein langjähriges Mitglied Reinhard Strecker

„Reinhard Strecker hat 1959 mit seiner Ausstellung ‘Ungesühnte Nazi-Justiz’ und 1960 mit Strafanzeigen gegen wieder amtierende ehemalige NS-Juristen in der Bundesrepublik die entscheidenden Initiativen unternommen, die zur öffentlich geführten Diskussion Deutschlands mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit führte. Für diese Zivilcourage musste er über Jahre hinweg gesellschaftliche Ächtung aushalten. Die große Achtung, die dem heutigen Deutschland aufgrund der inzwischen offen geführten Auseinandersetzung mit seiner Geschichte in der Welt entgegengebracht wird, verdankt sich nicht zuletzt dem persönlichen Mut von Reinhard Strecker.“ Aus der Laudatio des Staatssekretärs für Kulturelle Angelegenheiten, Tim Renner, zur Verleihung der Verdienstmedaille am Bande an Reinhard Strecker 2015. Zur Würdigung...
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06. August 2026

28. Jahrestagung, Aktuelle Perspektiven auf die deutsche Justizgeschichte des 20. Jahrhunderts, 18. bis 20. September 2026, Wustrau am Ruppiner See

Die Justizgeschichte hat sich in den vergangenen Jahren zu einem dynamischen Forschungsfeld entwickelt. Impulse gingen etwa von sozial-, kultur- und wissensgeschichtlichen Perspektiven aus. Neuere Arbeiten fragen nach der institutionellen Kultur von Gerichten sowie den Mentalitäten und Handlungsspielräumen von Richter:innen, insbesondere bei den Bundesgerichten und im Hinblick auf NS-Kontinuitäten. Historisiert werden zunehmend auch große (Straf-)Prozesse als Punkte, in denen sich zentrale gesellschaftliche Konflikte des Kaiserreichs, der Weimarer Republik oder der Bundesrepublik verdichteten. Nicht zuletzt entstehen Biographien einflussreicher juristischer Persönlichkeiten, die Einblicke in die Geschichte der Rechtspraxis bieten. Bei der Beschäftigung mit Gerichten, Verfahren und Jurist:innen die jeweiligen historischen Kontexte zu analysieren,...
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05. August 2026

Richard-Schmid-Preis

Der vom Forum Justizgeschichte e.V. ausgelobte und mit 3.000 Euro dotierte Richard-Schmid-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Juristischen Zeitgeschichte wurde bisher 2012, 2014, 2016, 2018, 2022 und 2024 vergeben. Prämiert werden schriftliche wissenschaftliche oder journalistische Beiträge zur Entwicklung der juristischen Zeitgeschichte im 20. Jahrhundert. Der Preis ist nach dem früheren Stuttgarter Generalstaatsanwalt und Präsidenten des Oberlandesgerichts Richard Schmid (1899-1986) benannt. Schmid war seit den zwanziger Jahren Anwalt in Stuttgart und verteidigte nach 1933 politisch Verfolgte der verbotenen Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP), der auch Willy Brandt angehörte. Später stand Schmid selbst als Angeklagter vor dem „Volksgerichtshof“. Von 1938 bis 1941...
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15. Juni 2026

Call for Papers, 28. Jahrestagung, 18. bis 20. September 2026,Aktuelle Perspektiven auf die deutsche Justizgeschichte des 20. Jahrhunderts

Die Justizgeschichte hat sich in den letzten Jahren zu einem dynamischen Forschungsfeld entwickelt, wo institutionengeschichtliche Zugänge auf sozial-, kultur- und wissensgeschichtliche Perspektiven treffen. Neue Arbeiten fragen nach der institutionellen Kultur von Gerichten sowie Mentalitäten und Handlungsspielräumen von Richter:innen, insbesondere bei den Bundesgerichten im Hinblick auf NS-Kontinuitäten, aber auch allgemeiner nach den gesellschaftlichen Kontexten und Auswirkungen von Jurisprudenz. Aktuelle Perspektiven auf die deutsche Justizgeschichte des 20. Jahrhunderts Die Justizgeschichte hat sich in den letzten Jahren zu einem dynamischen Forschungsfeld entwickelt, wo institutionengeschichtliche Zugänge auf sozial-, kultur- und wissensgeschichtliche Perspektiven treffen. Neue Arbeiten fragen nach der institutionellen Kultur von Gerichten sowie Mentalitäten...
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