28. Jahrestagung, Aktuelle Perspektiven auf die deutsche Justizgeschichte des 20. Jahrhunderts, 18. bis 20. September 2026, Wustrau am Ruppiner See
Die Justizgeschichte hat sich in den vergangenen Jahren zu einem dynamischen Forschungsfeld entwickelt. Impulse gingen etwa von sozial-, kultur- und wissensgeschichtlichen Perspektiven aus. Neuere Arbeiten fragen nach der institutionellen Kultur von Gerichten sowie den Mentalitäten und Handlungsspielräumen von Richter:innen, insbesondere bei den Bundesgerichten und im Hinblick auf NS-Kontinuitäten. Historisiert werden zunehmend auch große (Straf-)Prozesse als Punkte, in denen sich zentrale gesellschaftliche Konflikte des Kaiserreichs, der Weimarer Republik oder der Bundesrepublik verdichteten. Nicht zuletzt entstehen Biographien einflussreicher juristischer Persönlichkeiten, die Einblicke in die Geschichte der Rechtspraxis bieten. Bei der Beschäftigung mit Gerichten, Verfahren und Jurist:innen die jeweiligen historischen Kontexte zu analysieren,...
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